DAS HEILWASSER

Das gute Wasser schießt aus der Tiefe

Über die Nidda eine Brücke, die ins Nichts führt? Nicht ganz, sie führt zum Römerbrunnen und nicht weiter. Hier schießt der Sprudel aus 287 m Tiefe nach oben. Von der Plattform kann das Schauspiel beobachtet werden

Der Brunnen wurde 1929–1930 auf der linken Seite der Nidda erbohrt, weil das hessische Quellenschutzgesetz damals nur Bohrungen bis 15 m Tiefe erlaubte. Drüben lag preußisches Gebiet ohne solche Beschränkungen.

Es ist ein ganz außergewöhnliches Mineralwasser, das aufgrund des hohen Kohlesäuregehaltes mit eigener Kraft an die Erdoberfläche sprudelt. Mit einer Gesamtmineralisation von fast 5.000 mg zählt der Bad Vilbeler Römerbrunnen zu den mineralhaltigsten Quellen Deutschlands.

Im Jahr 1955 wurde das Vorkommen als Heilquelle staatlich anerkannt und in der Folgezeit bei Badekuren im Bad Vilbeler Kurhaus angewendet. Heute trägt die Quelle den Namen Bad Vilbeler Römerbrunnen und ist unter diesem als Heilwasserabfüllung in Flaschen erhältlich.

Der Steg entstand 1933 als Überleitung zwischen der Quelle und dem gegenüberliegenden Gebäude der dazugehörigen Kohlensäurescheideanlage. 2007 erneuerte die Firma Hassia den Steg und baute das Areal um den Brunnen mit Unterstützung der Stadt zu einem gemütlichen Rastplatz um.

add your comment