Ein Ort entsteht – Die Lohgerber
Es dreht sich alles um die Nidda!
Sie ist Entstehungsort und Lebensader der Stadt. An der Stelle, an der Bad Vilbel einst entstand, hatte die Nidda eine natürliche Furt, sodass man dort den Fluss durchqueren konnte.
Viele Berufe hingen vom Flusslauf ab und siedelten sich hier an. Die Nidda versorgte die Menschen mit frischem Fisch und diente als Transportweg. Im Winter fror der Fluss häufig zu und das geschnittene Eis wurde für die Kühlung der Keller – v. a. der Bierbrauer – benutzt.
So diente der Fluss nach dem Gerben auch den Lohgerbern zum Waschen ihres Leders und ihrer Felle. Die Lohgerber mussten ihre nach dem Gerben stinkenden Felle im fließenden Wasser der Nidda auswaschen.
Dafür hielten sie die Felle an einem Haken in den Fluss. Wenn sie einen Moment nicht aufpassten, dann schwammen Ihnen die Felle davon, eine Redewendung, die wir heute noch benutzen.
Beliebt waren sie nicht, das Gerben verunreinigte das Wasser sehr stark und verbreitete üble Gerüche.
Der Gerberbrunnen erinnert an diesen Beruf am Fluss. Heute ein gemütliches Kleinod zum Innehalten und Genießen. Im Gerberpark wartet die sportliche Betätigung.