
RUND UM DIE WASSERBURG
Das Paradies – in Entwicklung
Seit 17 Jahren entfaltet sich rund um die Wasserburg Bad Vilbel ein skulpturales Projekt: Das Paradies. Was mit 44 Figuren begann, wuchs zu einem Ensemble von 69 Skulpturen, das die Burg vollständig umschließt – detailreich, lebendig, geheimnisvoll.
In den Jahren 2016 und 2020 traten fünf neue Figuren hinzu: Fein modelliert und auf Augenhöhe – nicht mehr entrückt, sondern nahbar. Der Blick wird erwidert, auch wenn die Augen noch geschlossen sind.
2023 empfingen erstmals zwei offene Augen die Besucher am Nebeneingang – Zeichen einer Wandlung: Vom Träumerischen hin zum bewussten Gegenüber.
2025 schließlich entstand das Tor zum neuen Paradies: Ein 3,30 Meter hohes Kunstwerk, in dem sich „erwachte“ Individuen zu einer neuen Form von Gemeinschaft verbinden – als Einladung, gemeinsam die Schwelle in eine bewusstere Welt zu überschreiten.
Der Künstler
Stephan Guber, geboren 1965 in Bad Nauheim, lebt und arbeitet als freischaffender Bildhauer in Nidda. Nach einem abgebrochenen Designstudium fand er autodidaktisch zur Kunst – und zu seiner eigenen, unverwechselbaren Formen- sprache.
Gubers Skulpturen, meist aus Holz und oft überlebensgroß, kreisen um die Themen Mensch, Übergang und innere Bewegung. Seine Figuren wirken archaisch und zugleich zeitlos – still, suchend, berührend.
Arbeiten von ihm finden sich in Kirchen, Skulpturenparks und öffentlichen Räumen – in Deutschland, der Schweiz, Finnland und Australien. Für sein Werk erhielt Guber mehrfach Auszeichnungen, u. a. den Nassauer Kulturpreis.

